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Stress abbauen ist wichtig

Nature Basics | 22.11.2021

Stress abbauen

Wie du ruhiger durch den Alltag gehst

Wahrscheinlich kennst du das Gefühl ziemlich gut – deine Aufgabenliste wird immer länger, die dafür zur Verfügung stehende Zeit immer kürzer und du wachst bereits mit Herzrasen am Morgen auf. Stress ist ein Phänomen unserer heutigen Zeit. Stress abbauen muss aber nicht allzu schwer sein. Du kannst trotz vieler Aufgaben etwas dazu beitragen und wieder zu deiner inneren Balance finden.

 

Stress abbauen – zuerst die Ursachen analysieren

Wer unter Stress leidet, leidet im wahrsten Sinne des Wortes. Denn es fehlt einem an Ruhe und innerer Balance, was dazu führt, dass uns schon kleinste Herausforderungen aus dem Gleichgewicht bringen. Unter Stress Leidende haben oft nicht die Gelassenheit, um sich einem Problem zu widmen. Die Toleranzgrenze und auch die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Dazu können Schlafstörungen, Kopfschmerzen und andere Symptome kommen. Die meisten Menschen kennen Stress und oft ist er bereits Teil des Alltags. Das muss aber nicht sein. Denn du kannst Stress vorbeugen und Techniken erlernen, um dich in stressigen Situationen wieder zu beruhigen.

Bevor du mit dem Stress vermeiden und dem Stressabbau beginnen kannst, solltest du dir zuerst ansehen, wie Stress überhaupt entsteht. Stress ist ein Vorgang im menschlichen System, der in gefährlichen Situationen überaus nützlich ist. Dein Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller und die Muskelspannung nimmt zu. Höhlenmenschen aus Urzeiten konnten deshalb blitzschnell davonlaufen, wenn Gefahr drohte. Heute leiden die meisten Menschen jedoch an chronischem Stress. Dieser Stress entsteht immer dann, wenn man das Gefühl hat, eine Aufgabe nicht mehr bewältigen zu können.

 

Positiver und negativer Stress

Stress entsteht also aufgrund einer subjektiven Wahrnehmung, die ein Mensch hat. Auslöser ist meist die Diskrepanz zwischen Anforderung und Möglichkeiten des Betroffenen. Das Gefühl von negativem Stress äußert sich in einer sehr unangenehmen Form, überfordernd, fast schon bedrohlich. Positiver Stress hingegen entsteht durch Tätigkeiten, die herausfordern, aber Spaß machen. Diese Art von Stress spornt uns an, weiter an einer Sache zu arbeiten. Dieser Stress wirkt motivierend und steht mit einem positiven Gefühl in Verbindung. Er macht dich produktiv und du fühlst dich gut dabei. Immer aber, wenn sich Stress schlecht anfühlt und zur Belastung wird, solltest du etwas dagegen tun.

 

Arbeite an einer gesunden Grundhaltung für den Stressabbau

Stress ist immer etwas, das ganz klar durch deine Ansichten darüber beeinflusst wird. Du hast es in der Hand, mit Stress richtig umzugehen. Im Idealfall lässt du Stress gar nicht erst entstehen, indem du einiges von deiner To-do-Liste streichst, um zwischendurch mehr Zeit für Pausen zu bekommen. Oft ist das aber nicht möglich und das Hamsterrad dreht sich weiter.

Beginne deshalb, dich mit Methoden der Stressbewältigung zu beschäftigen. Diese bewähren sich vor allem dann, wenn es dir nicht möglich ist, Stress aus dem Weg zu gehen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du dir zuvor die folgenden Verhaltensweisen angewöhnst, um Stress erst gar nicht aufkommen zu lassen:

 

1. Lerne das Nein-sagen!
2. Triff Entscheidungen gleich und verschiebe sie nicht auf später
3. Akzeptiere, dass du nicht für alles verantwortlich bist
4. Delegiere Aufgaben an andere – etwa den Geschirrspüler ausräumen, Müll runtertragen – das kann jeder!
5. Akzeptiere, dass es manchmal zu Verzögerungen und Problemen kommt – die gehören zum Leben dazu
6. Lege perfektionistisches Denken ab
7. Deine eigenen Bedürfnisse und deine Gesundheit haben Priorität vor allen anderen Dingen
8. Du musst nicht immer erreichbar sein!
9. Achte auf eine gesunde Ernährung und schlafe ausreichend
10. Gönne dir Auszeiten und lass die Gedanken auch einmal (ohne Smartphone) schweifen
11. Wertschätze dich und deine Arbeit
12. Denke positiv

 

Erlerne eine Methode, um Stress abzubauen

Damit dich negativer Stress auf Dauer nicht krank macht und du diesem Gefühl nicht hilflos ausgeliefert bist, solltest du eine Methode zur Stressreduktion erlernen. Achtsamkeitsübungen sind heutzutage im Bereich des professionellen Stressabbaus nicht mehr wegzudenken, beispielsweise in Form von Achtsamkeitsmeditation. Dadurch lernst du dich selbst und deine Umwelt besser wahrzunehmen und dein Reaktionsmuster in schwierigen Situationen zu verändern. Aber auch Yoga kann dich in einen guten Work-Life-Balance-Zustand versetzen, vorausgesetzt, du wendest diese aktive Meditationsform regelmäßig an. Yoga unterstützt zudem die bewusste Anspannung und Entspannung deines Körpers und Geistes. Wer das übt, kann auch mit stressigen Situationen besser umgehen. Was du jedoch immer in akut stressigen Situationen anwenden kannst, ist das tiefe Ein- und Ausatmen, idealerweise bis sich die Bauchdecke hebt und senkt. Bewusstes Atmen beruhigt das gesamte Nervensystem und du kannst danach wieder besser mit Anforderungen des Lebens umgehen.

Falls du in einem sehr stressigen Beruf tätig und ständig in Kontakt mit anderen Menschen bist, kann eine Auszeit vom Smartphone samt Anrufen, E-Mails, Social Media und ständiger Reizüberflutung sehr Stress abbauend wirken. Im Idealfall hast du ein Handy, das du nur für deinen Job nutzt. Und sobald du aus der Arbeit gehst, drehst du es einfach ab. Wenn alles nichts hilft, schreibe dich in einen Kurs für progressive Muskelentspannung oder für autogenes Training ein. Es gibt auch gute Bücher dazu, in denen du praktische Anleitungen findest.

 

Früher war alles anders, oder?

Stress, Stresssymptome und Folgeerkrankungen von Stress sind ganz klar ein Phänomen unserer modernen Zeit. Aber wieso ist das so? Die Menschen früher hatten doch viel weniger technische Hilfsmittel und bestimmt viel mehr Arbeit. Du brauchst dir nur die Hände älterer Menschen anzusehen. Man sieht ihnen oft an, dass sie ein Leben lang schwer gearbeitet haben. Die Frauen hatten früher oft vier, fünf oder noch mehr Kinder und haben nicht nur den Haushalt, sondern oft auch noch die Arbeit auf einem Hof geschafft. Die Männer arbeiteten früher oft schwer, bauten ihre Häuser Stein auf Stein mit den eigenen Händen, standen früh auf und hatten kaum Urlaub. Sie stellten zusätzlich zur Erwerbstätigkeit viel selbst her – vom Gemüseanbau über das Nähen der Kleidung und das Bauen der Möbel, sie hatten viel Arbeit und weniger Geld. Aber erlebten sie auch diesen Stress, wie wir heute?

Wir haben Smartphones, Computer, Wäschetrockner, Autos, Lieferdienste und viele andere Maschinen und Hilfsmittel, die uns das Leben erleichtern. Wir haben nur 9-to-5-Jobs, wenn überhaupt, und Konsumkredite werden uns förmlich hinterhergeworfen. Doch was haben all diese Errungenschaften bewirkt? Wir haben mehr Zeit, um uns noch mehr Aufgaben aufzuladen. Die Kinder benötigen Programm, die Erwachsenen müssen sporteln, in der Arbeit müssen wir funktionieren und nutzenmaximiert ganz im Sinne des Kapitalismus einen Gewinn für den Arbeitgeber einbringen. Sogar die unterbezahlte Kassiererin im Supermarkt muss schneller die Ware über den Warenscanner ziehen und wir müssen die Ware – nachdem der Platz zum Einräumen weg gebaut wurde – den Einkauf möglichst schnell einräumen, um Platz für den nächsten zahlenden Kunden zu machen.

 

Stress abbauen – verschaffe dir mehr Freiheiten!

Zu welchem Fazit bringt uns das? Die Menschen hatten früher mehr Aufgaben zu erledigen und oftmals ein beschwerlicheres Leben. Sie waren aber glücklicher, da sie selbstbestimmter lebten und sich ihre Pausen nehmen konnten, wann es nötig war. Früher hatte die arbeitende Bevölkerung noch eine richtige Mittagspause mit einem richtigen Mittagessen und manchmal war sogar noch Zeit für ein Schläfchen. Stressabbau funktioniert also über eine gewisse Freiheit. Umso weniger Verpflichtungen du dir aufbürdest – finanzieller und emotionaler Natur – desto leichter kannst du Stress von dir abwenden.  

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